Biografisches
Geboren 1937 in Tilsit/Ostpreußen. Vom 15. bis 19. Lebensjahr außerschulische Mal- und Zeichenstudien, auch 1 Jahr in USA im Atelier des Malers und Bildhauers Elden C. Mathews. Versuch, freischaffend zu existieren. Studium der Mathematik, Physik und Philosophie an der Universität Hamburg. Danach Mathematiker i. d. Raumfahrtindustrie sowie Pädagoge an Schule und Hochschule. Ende der 70er Wiederaufnahme der künstlerischen Tätigkeiten: Malerei, Assemblagen, Fotokunst; Lyrik und Kurzprosa. Öffentliche und private Ausstellungen seit 1983 u.a. in Bielefeld, Dortmund, Köln, München, Osnabrück; Alkmaar/Nl, Appleton/USA, Forbach/F, Kwangju/Korea. Seit 1984 Mitglied im Bundesverb. Bildender Künstler (BBK). Veröff. und Interviews u.a.: Neue Osnabrücker Zeitung (83, 86), Neue Westfälische (84 - 88), Kwangju Il Bo (85), Kölner Stadtanzeiger (86), Westfalenblatt (86, 01), Alkmaar Courant (86), Meller Zeitung (86,89), Meller Jahrbuch (88), WDR TV (88), ART WORLD/Korea (88), Kunst i.d. Kulturregion Osnabr. (89), The Sunday Post-Crescent/USA (89).
Zitate:
MALEREI - "Zu vielschichtig, zu vielfältig sind Spilgies´ Ausdrucksmöglichkeiten, wenn auch auf den ersten flüchtigen Blick hin seine großformatigen Arbeiten als "einfach" angelegte Kompositionen erscheinen. Dabei wird der Betrachter gefordert, die Komposition in ihre Bestandteile zu gliedern, denn neben wichtigen grafischen treten malerische Elemente gleichrangig hervor. Durch diesen Wechsel erfahren die Bilder Spannung und Tiefe .(-) Bemerkenswert sind seine plastischen Zuordnungen zu Bildern, in denen er ein dreidimensionales Pendant zur Fläche schafft..." (Neue Westfälische, 1986).
FOTOKUNST - "Spilgies kombiniert über einen Außenspiegel am Kameraobjektiv beliebige Elemente des Raumes, der Umgebung gleichzeitig in der Fotobildebene. Dadurch kehrt Spilgies gleichsam das Prinzip des frühen analytischen Kubismus um: nicht der Gegenstand wird in allseitiger Perspektive dargestellt, sondern im Betrachter entsteht eine Komposition a u s allseitiger Perspektive. In einer mehrdimensionalen Momentaufnahme wird das Sichtbare zu völlig neuen Strukturen verwoben. Diese Bildentstehung unterscheidet sich prinzipiell von im Labor hergestellten Collagen oder Überblendungen.(-) Ein anderer Bereich in seiner Fotokunst sind seine Cliché-Verre-Experimente..." (Ausst.eröffnung 1985 Bielefeld).